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Bund

Fischereiaufsicht

Fischereiaufsicht - Kontrollinstrument der Gemeinsamen Fischereipolitik

Um die Ziele der Gemeinsamen Fischereipolitik zu erreichen, muss die Einhaltung der geltenden Vorschriften laufend ĂŒberwacht werden. Die Überwachung liegt in der ZustĂ€ndigkeit der EU-Mitgliedstaaten.

In Deutschland ist diese Aufgabe entsprechend der bundesstaatlichen Ordnung auf die LĂ€nder und den Bund verteilt. Die LĂ€nder sind grundsĂ€tzlich fĂŒr die FischereiĂŒberwachung an Land und innerhalb des KĂŒstenmeeres von 12 Seemeilen zustĂ€ndig.

Kontrollmaßnahmen des Bundes

Der Bund sichert die Überwachung auf See in der deutschen Wirtschaftszone jenseits der 12-Seemeilengrenze sowie die Koordinierung der FischereiĂŒberwachung zwischen den LĂ€ndern und dem Bund. Er bedient sich hierzu der Bundesanstalt fĂŒr Landwirtschaft und ErnĂ€hrung (BLE), die zu diesem Zweck eine Außenstelle in Hamburg unterhĂ€lt. Bei der Bundesanstalt laufen insbesondere die fĂŒr die Überwachung wichtigen Daten z.B. zu den FĂ€ngen zusammen. Die Kontrollen auf See wie an Land dienen der Einhaltung der zulĂ€ssigen Fangmengen und der technischen Erhaltungsmaßnahmen wie etwa zulĂ€ssige Maschenweiten, zulĂ€ssiges FanggerĂ€t oder MindestfischgrĂ¶ĂŸen. Zudem nimmt die Überwachung des Fangaufwands eine immer stĂ€rkere Rolle ein. Der Bund unterhĂ€lt fĂŒr die FischereiĂŒberwachung auf See drei hochseetaugliche Fischereischutzboote, die neben dem Dienst in der Nord- und Ostsee zeitweilig im Rahmen internationaler Überwachungsprogramme auch Dienst im Nordatlantik tun.

Damit die geltenden Vorschriften auf EU-Ebene möglichst einheitlich angewendet werden, wurde eine EuropÀische Fischereiaufsichtsagentur eingerichtet. Diese hat ihren Sitz in Vigo (Spanien) und soll zu einer höheren Effizienz und einer weiteren Harmonisierung der Fischereikontrollen beitragen.

Elektronisches Logbuch

In naher Zukunft werden zur zeitnahen Erfassung der Fangmengen und deren Übertragung an die Kontrollbehörden alle Fischereifahrzeuge ĂŒber 24 m mit einem elektronischen Logbuch ausgerĂŒstet. 18 Monate spĂ€ter folgen auch die Fahrzeuge ĂŒber 15 m.

SatellitenĂŒberwachung

Ein wichtiges Hilfsmittel bei der Überwachung der Gemeinsamen Fischereipolitik ist die Satellitenortung. Über Satellit geben die Fischereifahrzeuge regelmĂ€ĂŸig Positionsmeldungen an die zustĂ€ndigen Kontrollbehörden ab. Dadurch kann jederzeit der Aufenthaltsort eines Fischereifahrzeuges bestimmt werden. Hierdurch können insbesondere Sperrgebiete und -zeiten effektiv kontrolliert werden. In der EU mĂŒssen alle Fischereifahrzeuge mit einer LĂ€nge von mehr als 15 Metern mit einer Satellitenortungsanlage ausgerĂŒstet sein.