Europäischer Meeres- und Fischereifonds (EMFF) 2014-2020

Die Verordnung (EU) Nr. 508/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014 über den Europäischen Meeres- und Fischereifonds und zur Aufhebung der Verordnungen (EG) Nr. 2328/2003, (EG) Nr. 861/2006, (EG) Nr. 1198/2006 und (EG) Nr. 791/2007 des Rates und der Verordnung (EU) Nr. 1255/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates soll dazu dienen, die Zielsetzungen der reformierten Gemeinsamen Fischereipolitik und der Integrierten Meerespolitik (IMP) zu erreichen. Sie basiert auf folgenden Zielsetzungen:

  • Mitwirkung bei der Umsetzung der Gemeinsamen Fischereipolitik;
  • Förderung einer nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Fischerei und Aquakultur;
  • Förderung der Entwicklung und Umsetzung der integrierten Meerespolitik der EU parallel zu der Kohäsionspolitik und der Gemeinsamen Fischereipolitik;
  • Förderung einer ausgewogenen und integrativen Entwicklung der Fischwirtschaftsgebiete (einschließlich Aquakultur und Fischerei in Binnengewässern).

Die Verordnung gilt rückwirkend ab dem 01.01.2014. Es wird ein neuer Europäischer Meeres- und Fischereifonds für den Zeitraum 2014-2020 eingerichtet, der auch Datenerhebung, Kontrolle und IMP erfasst. Die Verordnung legt die Ziele und Hauptausrichtungen fest und schreibt die Zuständigkeiten des Fonds sowie dessen Finanzrahmen fest.

Für die Durchführung des EMFF sind die Mitgliedstaaten der EU dazu verpflichtet, jeweils ein Operationelles Programm nebst Ex-Ante-Evaluierung und Umweltbericht zu erstellen und der zuständigen Dienststelle der Europäischen Kommission in einem dafür vorgesehenen elektronischen Verfahren vorzulegen.

Von 2016 bis einschließlich 2023 übermittelt jeder Mitgliedstaat der Europäischen Kommission einen jährlichen Durchführungsbericht über die Durchführung des EMFF-Programms im vorausgegangenen Haushaltsjahr. Die jährlichen Berichte enthalten die wichtigsten Informationen zur Durchführung des Programms und seiner Prioritäten mit Verweis auf die Finanzdaten, gemeinsame und programmspezifische Indikatoren und quantifizierte Zielwerte.

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