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Fischereirelevante Institutionen

Die staatliche Fischereiverwaltung in Bayern ist in folgende Einrichtungen gegliedert:

Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

- Hausanschrift -
Ludwigstr. 2
80539  München

Tel.: 0 89 / 21 82 - 0

- Postanschrift -
Postfach 22 00 12
80539 München

Tel.: 0 89 / 21 82 - 0
Fax: 0 89 / 21 82 - 26 77
poststelle@stmelf.bayern.de
Internet

Unmittelbar zugeordnete Landesbehörde:

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
- Institut für Fischerei -
Weilheimer Straße 8
82319  Starnberg

Tel.: 0 81 51 / 26 92 - 0
Internet

Das Institut für Fischerei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft nimmt überregionale Aufgaben im Bereich der Berufsausbildung, der Forschung und Versuchsanstellung, der Beratung sowie gutachterliche Tätigkeiten wahr. Darüber hinaus hat es koordinierende Funktionen hinsichtlich der fachlichen Ausrichtung und Zusammenarbeit mit den Fachberatungen der Bezirke sowie den Behörden und Einrichtungen aus dem Bereich der Wasserwirtschaft und des Umweltschutzes. Außerdem ist es u.a. für die Abwicklung der Fischerprüfung zuständig.

Regierungen, Kreisverwaltungsbehörden, und Kommunen:

Je nach Aufgabenstellungen obliegt den Regierungen, Kreisverwaltungsbehörden und Kommunen ebenfalls eine Mitwirkung beim Vollzug des Fischereirechtes (z.B. Genehmigungen beim Besatz verschiedener Fischarten, Genehmigung für die Ausstellung von Erlaubnisscheinen, Ausstellung von Fischereischeinen etc.).

Fachberatungen für das Fischereiwesen der Bezirke:

Der Aufgabenbereich der Fachberatungen für das Fischereiwesen der Bezirke (sie haben die Rechtsform einer kommunalen Gebietskörperschaft) umfasst neben den Beratungstätigkeiten vor allem auch die gutachterliche Mitwirkung beim Vollzug von Rechtsvorschriften. Darüber hinaus beteiligen sie sich auch bei der Umsetzung spezieller fischereilicher Maßnahmen wie z.B. der Fischartenkartierung oder wirken beim Vollzug von Fördermaßnahmen mit. Ein entsprechend großes Volumen nimmt auch die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Organisationen der Angel- und Berufsfischerei ein. Vor allem auch gutachterliche Tätigkeiten (z.B. bei Besatzmaßnahmen oder bei Schadensermittlungen) und die generelle Unterstützung fischereilicher Belange zählen zum Arbeitsspektrum der Fachberatungen.

Die Fachberatungen der sieben bayerischen Bezirke sind unter folgenden Adressen zu erreichen:

Fachberatung für das Fischereiwesen des Bezirks Oberbayern
Vockestraße 72
85549  Haar

Tel.: 0 89 / 45 23 49 - 0
Internet

Fachberatung für das Fischereiwesen des Bezirks Niederbayern
Gestütstraße 5
84028  Landshut

Tel.: 08 71 / 8 08 - 19 93
Internet

Fachberatung für das Fischereiwesen des Bezirks Oberpfalz
Ludwig-Thoma-Straße 14
93051  Regensburg

Tel.: 09 41 / 91 00 - 0
Internet

Fachberatung für das Fischereiwesen des Bezirks Oberfranken
Cottenbacher Straße 23
95445 Bayreuth

Tel.: 09 21 / 78 46 - 15 00
Internet

Fachberatung für das Fischereiwesen des Bezirks Mittelfranken
Maiacher Straße 60d
90441  Nürnberg

Tel.: 09 11 / 42 43 99 - 0
Internet

Fachberatung für das Fischereiwesen des Bezirks Unterfranken
Silcherstr. 5
97074  Würzburg

Tel.: 09 31 / 79 59 - 14 12
Internet

Fachberatung für das Fischereiwesen des Bezirks Schwaben
Mörgener Straße
87775  Salgen

Tel.: 0 82 66 / 8 62 65 - 11
Internet

Im nichtstaatlichen Bereich übernehmen die Fischereivereine und deren Dachorganisationen sowie die Zusammenschlüsse der gewerblichen Fischereibetriebe wichtige Aufgaben im Fischereiwesen.

  • Fischereivereine, Bezirksfischereiverbände und der Landesfischereiverband Bayern e.V.
    Neben ihrer partiellen Mitwirkung beim Vollzug der einschlägigen Rechtsvorschriften sind die Vereine und ihre Dachorganisationen auch ein wichtiges Sprachrohr der Fischerei gegenüber Politik und anderen Gruppen unserer Gesellschaft und vertreten sowohl die Belange der Fischerei als auch die des Natur- und Umweltschutzes. In Bayern werden die Fischereivereine auf Regierungsbezirksebene durch den jeweiligen Bezirksfischereiverband vertreten. Diese wiederum sind im Landesfischereiverband Bayern e.V. (LFV) zusammengeschlossen, der die Vertretung der Angelfischerei in Bayern als seine wesentlichste Aufgabe sieht. Auch die Betriebe der Fluss- und Seenfischerei sowie der gewerblichen Teichwirtschaften sind in einer eigenen Sparte dem LFV angeschlossen.
    Der LFV ist unter folgender Anschrift zu erreichen:
    Landesfischereiverband Bayern e.V. 
    Mittenheimer Str. 4
    85764 Oberschleißheim
    Tel.: 0 89 / 6 42 - 7 26 - 0
    Internet
  • Verband der Bayerischen Berufsfischer e.V.
    Eine weitere sehr wichtige Dachorganisation ist der Verband der Bayerischen Berufsfischer e.V. (VBB). Er vertritt die Interessen der auf regionaler Ebene in den Teichgenossenschaften zusammengeschlossenen Karpfen- bzw. Forellenteichwirte. Die gewerblichen Fluss- und Seenfischer an den größeren bayerischen Seen bzw. Flüssen sind in Fischereigenossenschaften zusammengeschlossen, deren Vertretung auf überregionaler Ebene ebenfalls vom VBB wahrgenommen wird.
    Erreichbar ist der VBB unter folgender Adresse:
    Verband der Bayerischen Berufsfischer e.V.
    Breslauer Straße 406
    90471 Nürnberg
    Tel.: 09 11 / 2 23 - 9 10
    Fax 09 11 / 24 14 53
    Internet

Rechtsvorschriften

Um eine ordnungsgemäße, den Ansprüchen der Gesellschaft und der Natur entsprechende Fischerei zu gewährleisten, wurden einschlägige Rechts- und Verwaltungsvorschriften erlassen. Die wesentlichsten Rechtsnormen sind nachfolgend aufgeführt:

  1. Fischereigesetz für Bayern (FiG)
    Die Basis sämtlicher fischereilicher Rechts- und Verwaltungsnormen ist das FiG vom 15.08.1908, zuletzt geändert am 23. Nov. 2001 (GVBl S. 734).
  2. Verordnung zur Ausführung des Fischereigesetzes für Bayern (AVFiG)
    In der AVFiG in der jeweils gültigen Fassung, sind weitere Detailregelungen zum FiG niedergeschrieben. Dort finden wir insbesondere Ausführungen zum Fischereischein, zur Fischerprüfung, zur Fischereiabgabe sowie zur Fischereiausübung generell.
  3. Verordnungen der Bezirke
    Von der AVFiG in vorgegebenem Rahmen abweichende Regelungen für die Fischereiausübung im jeweiligen Bezirk.

Regelungen

In den Verwaltungsvorschriften zum Vollzug fischereirechtlicher Bestimmungen (VwVFiR), in der jeweils gültigen Fassung, sind zusätzliche Detailregelungen, Anordnung und Hinweise fixiert. In ihr werden den betroffenen Behörden und Einrichtungen konkrete Verwaltungsanweisungen für ihre jeweiligen Aufgabenbereiche gemacht.

In den "Grundsätzen über die Zuständigkeitsverteilung und die Zusammenarbeit im Fischereiwesen zwischen dem Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten und den bayerischen Bezirken" ist das Zusammenwirken zwischen der staatlichen Beratung und den Fischereifachberatungen der Bezirke näher ausgeführt. Neben der Abgrenzung der Zuständigkeiten im einzelnen ist hier auch die Verbindung mit den Selbsthilfeeinrichtungen in der Fischerei und deren Aufgabenstellung beschrieben.

In einigen Regierungsbezirken sind Bezirksfischereibeiräte eingerichtet, die sich vornehmlich mit speziellen fischereilichen Fragen des jeweiligen Bezirkes auseinander setzen.

Die Inhaber von Fischereirechten können für ihr Gewässer verschärfende Vorschriften erlassen, insbesondere für den Fischfang durch Inhaber von Erlaubnisscheinen.

Berufliche Ausbildung

In Bayern ist gemäß der Verordnung über die Zuständigkeit für die Berufsausbildung in der Landwirtschaft und in der Hauswirtschaft (VZBLH) die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft - Institut für Fischerei - für die Berufsausbildung zum/zur Fischwirt/Fischwirtin zuständig.
Im Ausbildungsberuf "Fischwirt" bestehen in Bayern die beiden Schwerpunkte "Fischhaltung und Fischzucht" sowie "Seen- und Flussfischerei".

Die Ausbildung zum/zur Fischwirt/Fischwirtin und der Ausbildungsrahmenplan ist in einer Bundesverordnung geregelt. Fachpraktische und fachtheoretische Grundbildung sowie eine berufsfeldübergreifende Allgemeinbildung erhalten die Auszubildenden an der Staatlichen Berufsschule in Starnberg in Form des Blockunterrichts.
Zum Ausgleich der Unterschiede, die sich durch Spezialisierung und die in der Regel begrenzten Möglichkeiten der einzelnen Ausbildungsbetriebe ergeben, tragen die überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen bei.
Während der betrieblichen Ausbildungszeit wird der Ausbildungsstand in Form eines schriftlichen und praktischen Tests (Zwischenprüfung) festgestellt. Die Teilnahme daran ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung.

Information und Beratung zur Aus- und Fortbildung im Fischereiwesen gibt gerne die

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
- Institut für Fischerei -
Weilheimer Straße 8,  82319  Starnberg
Tel. 08151 2692-0,
www.lfl.bayern.de

Fischerprüfung

In Bayern wird die Fischerprüfung jährlich einmal durchgeführt; sie findet regelmäßig am ersten Samstag im Monat März eines jeden Jahres statt. Wer daran teilnehmen will, muss sich bis spätestens 1. Dezember des Vorjahres zur Prüfung angemeldet und den obligatorisch vorausgehenden Vorbereitungslehrgang absolviert haben.
Für Prüfungsbewerber, die nach Anmeldung an der regulären Fischerprüfung nicht teilnehmen konnten, oder die die Prüfung nicht bestanden haben, findet jeweils im Juni des gleichen Jahres eine Wiederholungsprüfung statt.

Mit der Vorbereitung und Durchführung der Fischerprüfung ist federführend die

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
- Institut für Fischerei -
Weilheimer Straße 8,  82319  Starnberg
Tel. 08151 2692-0,
www.LFL.Bayern.de

beauftragt, die auch als zuständige Prüfungsbehörde verantwortlich ist.
Die Anmeldung zur Fischerprüfung ist über das Internet möglich. Das Anmeldeverfahren führt im Wesentlichen der Landesfischereiverband Bayern e.V. durch.
Unter der Internetadresse www.Fischerpruefung.Bayern.de kann man sowohl allgemeine Informationen zur Fischerprüfung erhalten, als auch eine konkrete Anmeldung zum nächsten Prüfungstermin vornehmen.
Informationen zur Fischerprüfung kann man auch beim Institut für Fischerei direkt erhalten, bzw. durch Anklicken auf der Homepage im Internet abrufen.

Fischereischein

Um in Bayern einen Fischereischein erwerben zu können, ist grundsätzlich der Nachweis einer bestandenen Fischerprüfung erforderlich.
Der bayerischen Fischerprüfung gleichgestellt sind die Fischerprüfungen aller anderen Bundesländer. Somit können auch Bewerber aus anderen Bundesländern einen Fischereischein in Bayern erhalten, wenn sie nachweisen können, dass sie die Fischerprüfung in einem anderen Bundesland erfolgreich abgelegt haben und zum Zeitpunkt des Ablegens der Fischerprüfung ihre Hauptwohnung nicht in Bayern hatten.

Mit Änderung des Fischereigesetzes für Bayern wurde 1999 der "Fischereischein auf Lebenszeit" eingeführt. Er erhält seine Gültigkeit durch die Entrichtung der Fischereiabgabe und der Verwaltungsgebühr.
Die Fischereiabgabe kann in einer Summe oder in Teilabschnitten für jeweils fünf Jahre (40 Euro) bezahlt werden. Bei einer einmaligen Zahlung richtet sich die Höhe der Fischereiabgabe nach dem Lebensalter und ist in Fünf-Jahres-Abschnitte gestaffelt. Der Fischereiabgabehöchstbetrag für einen "Lebensfischereischein" beträgt bei der Einmalzahlung 300 Euro.

Jugendfischereischeine können frühestens mit 10 Jahren erworben werden und gelten längstens bis zum 18. Lebensjahr. Die Fischereiabgabe beträgt für die maximale Geltungsdauer höchstens 10 Euro, bei Jugendfischereischeinen mit kürzerer Geltungsdauer werden je Jahr 2,50 Euro erhoben. Ein Jugendlicher mit bestandener Fischerprüfung kann jedoch bereits ab dem 14. Lebensjahr einen Fischereischein auf Lebenszeit beantragen.

Einen Jahresfischereischein erhalten grundsätzlich nur volljährige Personen, die in Deutschland keinen Wohnsitz haben und das Bestehen der Fischerprüfung oder einer gleichgestellten Prüfung nicht nachweisen können. Die Möglichkeit, einen Jahresfischereischein zu erwerben, wird in der Regel von Touristen in Anspruch genommen.

Die Gültigkeit des Jahresfischereischeins ist auf maximal 3 Monate eingeschränkt; die Fischereiabgabe beträgt 15 Euro.

Zuständig für die Erteilung eines Fischereischeines ist die jeweils zuständige Gemeinde (Wohn- bzw. Aufenthaltsort) bzw. Verwaltungsgemeinschaft. Dort können auch Details zur Erteilung des Fischereischeins (Voraussetzungen, Gebühren, Abgaben, Geltungsdauer etc.) erfragt werden.
In den Verwaltungsvorschriften zum Vollzug fischereirechtlicher Bestimmungen (VwVFiR), in der jeweils gültigen Fassung, werden ausführliche Verwaltungsanweisungen und Informationen zum Fischereischein gegeben.